Montag, 23. Februar 2009

Paranoia

Der labilen Gesundheit einer ehemaligen Arbeitskollegin ist es zu verdanken, dass ich gestern in den Genuss von "Arbeiten in der Jugi" kam. Für vier Stunden war ich wieder Martina Flück, Front Desk. Es war super, wieder an dieser Rezeption zu stehen und so zu tun, als wäre ich gar nie weg gewesen. Also, eigentlich hat es sich auch genau so angefühlt.
Und das mit den Kontakten knüpfen ging noch immer genau so leicht. Am Schluss hatte ich sogar einen Franzosen, der mich nach Hause chauffieren wollte. Ha! Da spar ich mir doch gleich das Taxi, dachte ich mir. Böse Stimmen in meinem Kopf, die mir sagten, dass das vielleicht ein Verrückter ist, wies ich mit einem "das kann doch gar nicht sein, spinn doch nicht!" zurück.
Erst als ich im Auto sass und sich der Herr Handschuhe überstreifte, bekam ich es wieder mit der Angst zu tun. "Diese Handschuhe hat er wahrscheinlich angezogen, damit man dann keine Fingerabdrücke auf meinem Hals findet, wenn ich irgendwo erwürgt aufgefunden werde." Bei jeder Kreuzung überlegte ich mir, was ich machen würde, wenn der Herr einfach in die andere Richtung fahren würde. Mein Natel hatte ich immer griffbereit, die Nummer der Polizei schon eingegeben.
5 Minuten später hielt das Auto vor meiner Haustür, ich stieg aus und wir verabredeten uns für den nächsten Tag.
So geht das!