Nun fahre ich wieder mit dem Velo zur Arbeit.
Zur Erheiterung der Menschheit, zum Zeitvertreib, zum Dampf ablassen. Manchmal auch zur Seelenheilung.
Montag, 11. Januar 2010
Merci Chauffeur...
Normalerweise fahre ich mit dem Velo zur Arbeit. Aber wenn es so kalt ist, wie in den letzten Tagen, ziehe ich den Bus vor. So auch vor ein paar Tagen. Schon auf der obersten Treppenstufe in meinem Haus tschegge ich, dass ich spät dran bin, um den 34er noch zu erwischen. Als ich 4 Stockwerke später zum Haus rauskomme, sehe ich den Bus schon. OK; noch 1 Minute, das reicht. Morgenjogging soll ja gesund sein... Dank eines weltrekordverdächtigen Einsatzes schaffe ich es rechtzeitig zur Haltestelle. Einziges Problem: Ich brauch ein Ticket. Ok, kein Problem, der Zweifränkler ist schon parat und auch schon im Automaten. Doch das verfluchte Billett kommt einfach nicht raus. Ich warte und warte und lasse alle Leute einsteigen, doch mein Billett kommt einfach nicht raus. Gopf. Schweren Herzens entschliesse ich mich, ohne Billett in den Bus zu steigen. Bei einer Kontrolle sage ich einfach, dass das Billett noch im Autmaten liegen müsse. Die ganze Stadt weiss ja schliesslich, wie langsam diese Automaten bisweilen sind. Also stehe ich im Bus und warte, bis er endlich losfährt. Aber er fährt nicht los. Irgend so ein Bünzli und rechtschaffener Schweizer löst sein Ticket beim Chauffeur. Und da sehe ich es: Mein Billett fällt ins Billettfach. Kurz entschlossen mache ich die Tür auf, springe aus dem Bus, schnappe mein Billett und will wieder einsteigen. Man höre: WILL. Denn ich KANN nicht. Der nette Buschauffeur hat die Türen verriegelt und ist nun bereit zum abfahren. Ohne mich. Ich komm nicht mehr rein. Der Bus fährt los. Ohne mich.