Freitag, 7. Oktober 2011

Leben ist lebensgefährlich

Leben ist lebensgefährlich. Dieses Risiko müssen wir – wohl oder übel – in Kauf nehmen. Um einige Gefahren einzudämmen, gibt es zahlreiche Warnschilder und Hinweise. So macht der Hinweis „Lebensgefahr – Leitungen nicht berühren“ durchaus Sinn, wo hingegen der Vermerk auf einem Joghurt-Becher „enthält Milch“ eher Kopfschütteln auslöst.
Neulich entdeckte ich auf einer Passstrasse eine Warntafel mit einer abbröckelnden Strasse und dem Vermerk „Bruchgefahr“. Kein Wunder, dass ich fast in der Mitte fuhr und mich somit dem Gegenverkehr gefährlich näherte. Für diese Gefahr fand ich leider keine Warnung.
Am Eingang eines Golfplatzes fand ich auf den Boden gemalt „fliegende Golfbälle – Kopf schützen“. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs und hatte einen Helm auf; die zahlreichen Jogger begaben sich jedoch völlig ungeschützt in die Flugzone. Verletzte fand ich zum Glück keine.
Beispiele für mehr oder weniger kuriose Warnungen gibt es wohl so viele wie Gefahren auf der Welt. Vielleicht ist es die Angst vor Millionen-Klagen oder auch einfach die reine Nächstenliebe, die warnen lässt „attackierender Schwan“ oder „Bulle im Feld“. Vielleicht ist es aber auch der verloren gegangene Glauben an den gesunden Menschenverstand. Warum sonst müsste man auf einen Kinderbuggy schreiben „Kind vor dem Zusammenfalten entfernen“?
Warnungen und Hinweise sollen unser Leben verbessern. Aktuell vermisse ich ein Schild zur Erhöhung der Sicherheit im Strassenverkehr. Bei der Fahrt von Oensingen durch die Klus wäre folgende Warnung angebracht „Achtung Wahlplakate“.