Dass eine Sekunde quasi über Leben und Tod entscheiden kann, hab ich an anderer Stelle schon mal erwähnt.
Heute Morgen habe ich es genossen, den Unterschied von fünf Minuten festzustellen. Ich habe heute Frühdienst. Will heissen: Ich muss den Zug um 4.55 erwischen. Die letzten paar Frühdienst-Tage hab ich damit begonnen, rechtzeitig aufzustehen, Kaffee zu trinken und mich dann irgendwie so zu vergessen, dass ich drei Tage hintereinander in halsbrecherischer Fahrt zum Bahnhof pedalen musste. Wo ich dann mit rasendem Herzen und staunenden Augen in den Zug hüpfen konnte. Leute, ich schaffe es tatsächlich, um viertel vor fünf noch im Badezimmer zu stehen, und 7 Minuten später im Zug zu sitzen! Eine schöne Erkenntnis. Irgendwie. Aber jetzt auch nicht soo toll, dass ich diesen Rekord täglich brechen möchte.
So, da kommen meine fünf Minuten ins Spiel. Heute bin ich nämlich fünf Minuten später aufgestanden als sonst... Blöd, denkt sich der geneigte Leser... ABER, das war taktisch voll gut! Denn so wusste ich von Anfang an, dass ich keine Zeit zum Trödeln hab! Duschen, Kaffee machen, anziehen, Haare föhnen, Kaffee trinken, fertig anziehen, Zähne putzen - fertig! Und dann in aller Ruhe zum Bahnhof fahren. Das ist also schon ein bisschen ein schönerer Start in den Tag, als mit der Panik im Nacken über dunkelorange Ampeln zu preschen.
Und vor allem entspannter. So kann ich jetzt nämlich völlig relaxt im Zug sitzen, mich freuen, dass noch fast keine Menschen hier sind (heja, so einen Vorteil muss ja dieses frühe Aufstehen auch mit sich bringen) und schon einen Plan aushecken, wie ich morgen auch so entspannt zum Bahnhof komme. Da muss ich dann wohl eher fünfzehn Minuten früher los... denn, Friends: Morgen beginnt in Luzern die Fasnacht... To be continued!