Ich bin müde. Einfach müde. Seit Jahren denkt mein Kopf. Leistet Tag und ich glaube auch in der Nacht Hochleistung (kann man Hochleistung leisten oder tut man dann hoch leisten - also so: seit Jahren leistet mein Kopf hoch - ?)
Egal. Ich bin müde. Immer wieder eine neue Idee, ein Aufschwung, eine Möglichkeit, eine Variante. Ein Suchen. Ein Findenwollen.
Und dann: Müde.
Gestern Abend: Lebensfreude. Oder doch Lebendigkeit? Welches Wort passt? Und ist es tatsächlich so, dass etwas in mir drin mich meine Lebensfreude, meine Lebendigkeit zurückhalten lässt?
Ja, gut möglich.
Da sind Spuren. Ideen, Gefühle. Meine toten Ahnen reihen sich in mir auf. Sie sind tot. Ist Totsein real? Stirbt jemals wirklich etwas? Lebt es einfach anders weiter? Zum Beispiel in einem anderen Wesen? Ein Teil davon? Und reicht das dann, um meine Lebendigkeit davon abzuhalten, sich frei zu entfalten? Kann ich diese Schwere loswerden? Soll ich das loswerden, stehe ich in der Pflicht?
So viele Fragen an einem sonnigen Samstag Morgen.
Ist ok.
Der Himmel ist blau, der Mais steht hoch. Flugzeuge verändern den Himmel. Alles ist in Wandlung. Auch ich?
Ja.