Zur Erheiterung der Menschheit, zum Zeitvertreib, zum Dampf ablassen. Manchmal auch zur Seelenheilung.
Dienstag, 2. Dezember 2008
Il me faut des poules...
Mittwoch, fünf nach fünf am Abend. Ich bin alleine auf dem Hof. Chefs sind unterwegs und ich "hüte" das Haus. Die Glocke am Hoflädeli schellt und ich schaue nach. Es ist Madame Crèvecoer und sie ist ganz aufgeregt. Sie hatte um 5 ein Rendez-vous mit Catherine, aber die ist einfach noch nicht hier. Und es ist doch schon 5 nach 5...! Nach einer 15-minütigen Telefonaktion ("je cherche Catherine...") fährt Catherine mit ihren Poulets auf dem Hof ein. Madame Crèvecoer packt ihre Ware (10 fertig gerupfte Hühner) ein, dreht sich zu mir um und sagt: "Il me faut encore 15 poules" Aha, die Dame braucht noch 15 lebende Hühner. Schön. Und wer bitte schön soll die aus dem Hühnerstall holen? Aha: Ich. Nice. Was bleibt mir also anderes übrig, als mich in den Overall zu stürzen, mir nichts anmerken zu lassen und Madame Crèvecoer 15 lebende Hühner aus dem Stall zu holen...? Oje, zum ersten Mal hatte ich richtig Bedauern mit diesen armen Hühnern, die mit Madame davon fuhren...