Hinaus zum Bächli, hoch zum Rennweg, Hönger Chüeweid, dann durch die matschige Tüelen zum Bremgarten.
Atmen. Gehen. Atmen. Schauen. Freuen. Gehen und Atmen. Stehen und Atmen. Ich schwitze. Ich bin glücklich.
Hoch zum Stierenberg. Dann ist es schon geschafft. Jetzt geht es "nur" noch nach hinten ins Thal. Alles auf der zweiten Jurakette. Meine Lieblingswanderung - endlich mal wieder. Ich geniesse die Ruhe mit mir alleine. Mein Blick wandert mit mir mit. Ich liebe diese Gegend. Diese Erinnerungen und Gefühle, die damit verbunden sind und sich immer wieder erneuern. Ich mag es, hier alleine unterwegs zu sein. Da Pause zu machen, wo es mir beliebt, das genauer zu betrachten, wo es mich hinzieht. Mich in den Anblick wiederkäuender Kühe verlieren, ein Muttergotteskäferli beobachten, einem Flugzeug nachschauen.
Zwischen Stieren- und Brunnersberg überholen mich zwei Velofahrer. Ein paar zugerufene Worte machen klar: Wir sind von hier, wohnen nicht mehr hier, und kommen immer wieder hierher zurück, weil es hier einfach schön ist. Weil wir hier etwas haben, fühlen, sehen, was wir sonst nirgends haben, fühlen, sehen.
Hier wieder wohnen? Nein, ich glaube nicht. Die Sehnsucht nach dem Thal ist schön. Die Besuche hier kostbar.
Das darf so bleiben.
Bloss, ein bitzli näher wäre ich schon gerne.