Freitag, 2. März 2012

Spanische Orthopäden in der Leuchtenstadt...

Ich bin ein sehr lieber Mensch. Das sagt mir jedenfalls M., ein Spanier, der letzten Sommer ein paar Tage in der Jugi übernachtet hat und dann eine Wohnung gefunden hat (zum Glück, denn er schnarchte so laut, dass seine Zimmerkollegen die ganze Nacht nicht schlafen konnten - und das im 20-Betten-Zimmer... aber anyway).
Vor drei Tagen stand nun M. vor mir in der Jugi, mit D., einem Spanier, der ebenfalls auf Arbeitssuche ist und nun seine Zelte vorübergehend bei uns aufgeschlagen hat. Natürlich kann er kein Deutsch und mit meinem Spanisch ist es ja jetzt leider auch nicht gerade so weit her... Also da standen die beiden, reservierten ein Bett und zahlten. So weit so gut.
M. verabschiedete sich von D. und von mir und meinte noch zu D. "Wenn du etwas brauchst, gehst du einfach zu M.".
Aha.
Es ging nicht lange, da brauchte D. tatsächlich etwas. Leider kann er ausser "Grüezi" und "Danke" nicht viele deutsche Wörter. Entsprechend anstrengend war die Konversation. Etwas irritiert hat mich dabei, dass er sichtlich genervt war, dass ich nicht alles Spanisch verstehe...
Item. Soviel wie ich verstanden habe, braucht er nun eine Person, die richtig gut spanisch spricht. Weil: seine Frau kennt einen Orthopäden in Spanien, der in der Schweiz eine Praxis eröffnen will. Nun soll D. auskundschaften, wo das denn am besten gemacht werden kann. Und dazu muss er mit jemandem reden, der eben die Schweiz kennt und spanisch spricht...
Schon wieder hat mich irritiert, dass er fast nicht glauben konnte, dass ich ihm nicht einfach zehn Freunde aufzählen konnte, die spanisch sprechen und auch noch gewillt sind, dem Senor Espanol Auskünfte über die besten Orthopädie-Standorte - möglichst wohl mit einer ausgefeilten SWOT-Analyse - zu liefern.
Hallo... auch MEINE Hilfsbereitschaft hat ein Ende.
Nämlich!