Ich habs schon mal gesagt und ich bin jederzeit bereit, meine Aussage hochoffiziell zu bestätigen... Mitunter müsste ich für meine Arbeit eigentlich Eintritt bezahlen!
Hier der aktuellste Beweis:
Gestern kam Familie K. aus Deutschland bei uns an. In der Schweiz. Wo die Währung Schweizer Franken sind.
Gut.
Familie K. war auf der Durchreise nach Italien und darum ohne Schweizer Franken unterwegs. Im Normalfall ist das kein Problem, man kann ja auch mit Kreditkarte oder Euros bezahlen. ABER wir können das Rückgeld halt nur in Schweizer Franken geben.
So. Soweitsogut.
Familie K. spielte bei uns Billard. Das kostet. Schweizer Franken. Als Papa K. mit einem 20-Euro-Schein zahlen wollte, und er die Info erhielt, dass wir ihm das Rückgeld von 13Franken20 in Schweizer Franken zahlen werden, wollte er die Kreditkarte zücken. Aber für läppische Beträge lohnt sich das irgendwie nicht (also für uns nicht...) Also machten wir ihm den Vorschlag, mit einem 10-Euro-Schein zu zahlen. Dann gäbe es noch 2Franken10 retour.
Aha.
Das konnte er akzeptieren... (wenn auch ein wenig zähneknirschend) Bloss, was sollte er jetzt mit den 2Franken10 noch anstellen...? Meine nette Kollegin L. hatte Erbarmen mit dem Deutschen und präsentierte ihm mit Engelsgeduld das Glace-Sortiment, das man mit 2Franken10 käuflich erwerben konnte.
Das passte ihm nicht.
Postkarten wollte er auch nicht (obwohl er grad 3 Stück hätte kaufen können).
Also ging es ab zum Selecta-Automaten, wo L. wieder alles präsentieren durfte, was für 2Franken10 zu kaufen ist. Fast hätte sich Herr K. für den Spitzbuben entschieden. Doch er war sich noch nicht ganz sicher, weil der ja nur 2Franken kostet und er dann 10Rappen übrig hätte...
Kein Scherz!
Wir wissen nicht, wie es weiterging. Herr K. verbündete sich vor dem Automaten mit einer anderen Deutschen und gemeinsam checkten sie unser ganzes Sortiment aus und stellten womöglich allerlei Kalkulationen an, in welcher Kombination das Budget von 2Franken10 optimal ausgeschöpft werden könnte...