Ein normaler Tag? Das geht so:
04.41: Der Wecker klingelt
04.50: Der zweite Wecker klingelt
04.58: Ich stehe auf.
05.35: Ich radle zur Arbeit
06.15: Ich eröffne frisch angezogen meine Rezeption
Soweit so gut.
Heute war's so. Und gestern auch. Und morgen auch.
Und heute hatte ich einen voll doofen Abschluss bei der Arbeit. Das ging so:
Ich stehe umgezogen (bin ja mit dem Velo da) an der Rezeption, Helm in der Hand, Tasche ready, Jacke griffbereit. Da fragt mich eine Mitarbeiterin (hierarchisch gleichgestellt) noch etwas - zu dem Zeitpunkt für mich absolut irrelevantes - und ich schnauze sie an: "Wie oft willst du mich das noch fragen?". So, sie hat es mich zum ersten Mal gefragt. Nur etwas ähnliches hatte sie mich schon mal gefragt. Ich hab's nicht grad getscheggt. Tja.
Sie war etwas verschnupft.
Okee, etwas sehr.
Ich auch. Diese unnützen Fragen, die gar nichts bringen um diese Zeit.
Nach einem langen Tag unter Dauerstrom (alleine an der Rezeption, mit Telefonen, Überbuchungen, IT-Troubles, Full House, Anlass-Koordination, Beantworten unzähliger Fragen, ja, auch solche der Kollegin, die aus meiner Sicht unnötig sind, da sie mit etwas selber überlegen auch selber beantwortet werden können, etc.), da hab ich einfach keinen Nerv mehr, auf dem Sprung in den Feierabend (der notabene nicht wirklich einer ist, da ich unterwegs bin in meine neue Wohnung mit 7000 Umzugs-Gegenständen) - dazu noch mit der Ansage: "Ah - du bist grad auf dem Sprung"... - mit einer Frage konfrontiert zu werden, die gar nicht wirklich eine ist. Da kann eine solche Gegenfrage rausrutschen.
Finde ich jedenfalls.
Professionell ist es nicht.
Eingeschnappt sein auch nicht.
Ich verabschiede mich und düse davon auf meinem Velo. Mit viel Energie - so hässig wie ich bin, trete ich mit Volldampf in die Pedalen. Das tut gut! Den halben Weg ärgere ich mich über mich. Ab der Hälfte wechselt es. Schliesslich bin nicht nur ich die Doofe im Umzug. Da gehören immer zwei dazu. Ist es wirklich nötig, mir diese Frage noch um diese Zeit zu stellen?
Mannmannmann - ich analysiere die Situation mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln und Theorien. Und ich erkenne vieles.
Und morgen werde ich meine Kollegin darauf ansprechen.
Und ich werde nett und höflich sein.
So geht das.