Montag, 25. Januar 2021

Camping mit Hindernissen

Nun, nach den nächtlichen Entdeckungen in unserem Bett, haben T. und ich uns letztes Wochenende entschieden, wieder mal campen zu gehen. Eine Nacht ohne Abrutschen in den Graben. Einfach gemeinsam auf EINEM Luftbett liegen und entspannt schlafen.
In Ermangelung an geöffneten Camping-Plätzen (und auch ein bitzli, weil es arschkalt ist und Schnee liegt), haben wir als prädestinierteste Camping-Destination unsere Galerie auserkoren. Das hat viele Vorteile. Zum Beispiel, dass die Anreise super easy ist. Nur die Treppe hoch und da sind wir schon. Zudem gibts auf der Galerie Bodenheizung.
Also haben wir mit Seilen, Decken und Wäscheklammern ein hübsches Hüttlein gebaut. Es sah von aussen zwar eher aus wie eine Jurte oder noch eher wie eine Hütte irgendwo in den Slums. Aber von innen... wow! Da ist es echt die Romantik-Kuschelhöhle. Mit adrettem Luftbett, indirekter Beleuchtung, angenehmer Bettwäsche. Super lovely für ein gemütliches Wochenende.
Das Errichten unseres "Zeltes" haben wir mit einem leckeren Bier gefeiert. Das Abendessen dann auf dem Balkon und mit dem Gaskocher zubereitet. Gegessen wurde kältetechnisch (ihr erinnert euch... die A...Kälte) dann doch drinnen.
Nach einem gemütlichen Abend verzogen wir uns auf unser Luftbett. Sooo schön, endlich mal wieder auf einer durchgehenden Matratze liegen. Kein Graben, kein Versinken. Dafür halt das obligate Mithüpfen, wenn T. sich dreht und umgekehrt. Aber jänu, easy. Die Vorteile überwiegen klar!!

Schade nur, dass die Vorteile dann mitten in der Nacht zu Gunsten der Nachteile gewichen sind. Gewichen im wahrsten Sinne des Wortes... Unser Luftbett scheint ein Leck zu haben. Oh Mann! Kein Wunder, dass ich davon träumte, wie eine Banane in den Schneemassen zu versinken. Ungefähr so lag ich nämlich auch im Bett. Es hätte nicht mehr viel gefehlt und ich wäre wohl wie ein Klappmesser zusammengeklappt worden. Begraben unter den Massen eines schlaffen Luftbettes... Immerhin, das Teil hat eine Pumpe, die mit Strom funktioniert. Also easy, einfach einmal nachpumpen und weiterschlafen.
Nun, das Glück war von kurzer Dauer. Nach einer weiteren Stunde "Status Quo". An Schlaf, schon gar nicht an erholsamen, war nicht zu denken. Ein Umzug in unseren Kaltschaum-Alptraum war nicht denkbar. Und so kam es, dass wir um vier in der Nacht die restliche Luft (viel war es nicht mehr) aus unserem Luftbett sogen, das Teil irgendwie aus der Jurte bugsierten, aus dem Gästezimmer die zwei einfachen Matratzen holten und die Treppe hochschleiften, mit dem Fixleintuch bezogen und nur eine halbe Stunde (...!) später fix und foxi und leicht genervt wieder einschliefen.
Immerhin: Ein Gräbli war nicht spürbar und nach einem schönen Sleep-in bis halb elf am Sonntag Morgen waren wir frisch und ready für einen Kaffee auf dem sonnigen Balkon.
What a lovely weekend! Und what a lovely man an meiner Seite!