Freitag, 31. Dezember 2021

Das Jahr, das war

Der letzte Tag im Jahr.
Und was für ein Jahr.
Es ist mein erstes ganzes Jahr in Deutschland.
Ich habe Lust, auf dieses 2021 zurück zu blicken und noch mehr, zuversichtlich, danbkar und liebevoll ins 2022 zu starten.
2021, das war für mich ganz oft eine Achterbahn der Emotionen.
Im Februar habe ich meine TA-Ausbildung in Luzern abgeschlossen. Und jetzt? Wie weiter? Was mache ich damit? Was werde ich arbeiten? Worauf habe ich Lust?
Nun, ich nehem es vorneweg: Nach einem kurzen Abstecher in die Welt der Videoproduktion arbeite ich wieder in der Hotellerie. Ich mache das, was ich am liebsten mache: Gäste begrüssen, sie willkommen heissen und sie sehen. Das bereichert mich. 24 Stunden in der Woche. Und von diesen 24 Stunden sind dann doch nicht alle gefüllt mit Gästekontakt. Gerade jetzt, wo viele Gäste ausbleiben, weil Reisen einfach grad nicht so Spass macht und es das auch nicht immer braucht und wo Tagungen wieder online statt finden, ist das Hotel ein eher verlassener Ort. Ich nehme es zur Zeit als bezahltes Hobby und so ist es ganz angenehm. Und es entsteht wieder Raum und Energie für mein Projekt, an dem ich seit Februar dran bin. Ich biete hier in Deutschland Beratungen im psyschosozialen Bereich an. Noch wissen das ganz wenige Menschen. Noch braucht es viel Mut, mich so zu positionieren, mich zu zeigen.
Ich geniesse den Austausch mit empathischen Menschen, die Bestätigung und Bekräftigung, die ich dadurch erfahre und ich bin dankbar, dass ich ein so wundervolles Umfeld habe.
Und gleichzeitig wünsche ich mir, dass ich einfach näher dran wäre. Dass ich einfach auf einen Kaffee vorbei kommen kann, ohne vorher 3 Stunden anzureisen. Ja, ich gebe zu: Ich habe es mir leichter vorgestellt, in Deutschland zu leben. Weg von allen Freundinnen, von meiner Familie und von den Bergen.
TA sei Dank werde ich mir meinen Gefühlen, meinen Mustern, meinem Verhalten und meiner Fähigkeit, zu Denken und Gestalten immer wieder bewusst. Das gibt Kraft und lässt mich eine grosse Dankbarkeit spüren. Vieles in meinem Leben ist Wunder-voll. Meine Partnerschaft mit T. ist gut, auf Augenhöhe, liebe- und kraftvoll. Sie hält. Mich. T.. Uns.
Meine Freundinnen sind die besten, die ich mir wünschen kann. Wie schön, mit solchen Lebensfreunden durchs Leben gehen zu können. Das Zusammensein in meiner Familie empfinde ich als friedlich, wertschätzend und immer wieder positiv überraschend.
Und manchmal zeigen sich auch hier in Deutschland wunderschöne Bergketten auf meinem Balkon. Es sind dann zwar "nur" Wolken, doch sie arrangieren sich so, dass ich mich der Vorstellung hingeben kann, in ein wundervolles Bergpanorama zu blicken. Das ist schön!
Und nun kommt also 2022. Ich freue mich auf Tatkraft, auf Umsetzungsenergie, auf Abenteuer (gemeinsame und solche ganz für mich alleine), auf das Wahrnehmen meiner Bedürfnisse und das entsprechende Handeln, auf viel Selbstliebe. Auf Klientinnen und Klienten, die mein Angebot annehmen. Auf meine neue Weiterbildung.
Ich schliesse dieses 2021 dankbar und versöhnt (oder heisst es für mich vertöchtert?) ab.
Das Neue kann kommen.
Ich bin bereit.