Ich liege im Bett.
Wach.
Wahrscheinlich wird es so zwischen 5 und 6 am Morgen sein. Es ist Samstag. Ich könnte ausschlafen. Theoretisch. Mein Hirn ist wach. Stupst meine Körper so lange an, bis er sich aus dem Bett bewegt.
Good choice!
Der Himmel färbt sich rot. Ein wundervolles Muster erscheint. Die Sonne geht auf und strahlt in mein Herz.
Ich liebe solche Morgen voller Selbstbe- und Aufbruchstimmung.
Eine Wohltat.
Ich schreibe Freundinnen Nachrichten, denke über mich selber nach, über die Strukturen in der Arbeit, über Gruppendynamik, über die Menschen ganz allgemein und ich lese ein paar TA-Inputs.
Eine Wohltat.
Ich bin mit Freude in meinem Leben unterwegs. Ja. Ich getraue es zu sagen. Trotz Zeiten und Geschehnissen, die mich fassungslos machen. Werden wir einen dritten Weltkrieg erleben? Es ist nicht ausgeschlossen.
Das soll in diesem Post nicht das Thema sein.
Sondern die wundervolle Wirkung des entstehendes Tages.
Ich bin aufgestanden mit der Idee, mir meinen Frust von der Seele zu schreiben. Von meiner Arbeitskollegin, die oft mit verdeckten Transaktionen kommuniziert und mich konfus werden lässt. Von meiner Unfähigkeit, mich vor diesem Vampir zu schützen.
Und was passiert da? Die Sonne leuchtet durchs Fenster. Ganz sanft erst. Rote Streifen ziehen über den Himmel. Vorboten einer strahlenden Zukunft. Die Zukunft kommt bald. Die Sonne erscheint am Horizont. Spiegelt sich in den Wolken.
Leuchtet.
Strahlt.
Umarmt.
Alles ist gut.
Der Frust weicht. Der Nebel in meinem Kopf löst sich. Mein Herz wird frei. Ich sehe mich. Ich fühle mich stark. Kraftvoll.
Meine neue Arbeitssituation ist eine Herausforderung. Einerseits ist da die viele Arbeit und die fehlende Struktur. Andererseits auch die neuen Beziehungen, die hier entstehen. Wer tickt wie, wer braucht was, wie bringe ich das alles zusammen. Dass ausgerechnet meine Kollegin, die die gleiche Aufgabe hat wie ich, mich in ihren Frust hineinziehen kann, ärgert mich. Es hat mir den gestrigen Start ins Wochenende vermiest. Ich kam nicht raus aus dem Nebel. Nur ganz kurz war da mal eine Erkenntnis, dass alles gut ist. Die schlich sich schnell davon.
Erst der strahlende Morgen heute hat es mir wieder gezeigt. In der Nachricht an eine Freundin ist in mir das Bild der Kapitänin entstanden. Ich steuere mein Schiff durch Untiefen, Mangroven, Sümpfe, Stürme und Wellen. Und bin dabei voller Entdeckergeist und marsischem Denken. Ich bin so dankbar für mein TA-Wissen. Für viele Werkzeuge, um kraftvoll und lösungsorientiert mit neuen Situationen umgehen zu können. Ich werde einen Weg finden, um dem Frust meiner Kollegin auf Augenhöhe begegnen zu können. Im Hier und Jetzt. Im PlusPlus.
Mit der kraftvollen Morgensonne im Herzen.