Ich habe 45 Minuten Zeit zum Abendessen. Normalerweise reicht das locker. Doch nicht an diesem Freitag Abend. Als ich in die Küche komme, ist bereits alles von den Gästen weg gefuttert. Die letzten Penne werden mir quasi vor der Nase weggeschnappt und ich merke, wie ich schon (hungerbedingt) grantig werde.
Der Koch ist ein bisschen im Seich und bietet mir an, ein Fondue für mich zu machen. Das geht am schnellsten. Ok, denk ich mir, eine neue Erfahrung. Fondue alleine essen.
Also gut, I try.
Die Fertigmischung ist kaum in der Pfanne, ist sie auch schon fertig und parat zum Essen. Nur ich bin noch nicht parat. Ich finde kein Rechaud, auf das ich das Caquelon stellen kann. Dabei war es doch vorhin grad noch hier. Aber ich kann die Küche absuchen, wie ich will; alles was ich finde, ist ein Rechaud, das ich zwar anzünden kann, das aber oben nix hat, auf das ich die Pfanne stellen kann.
Gopf! Nach 7 Minuten hin und her laufen und suchen und noch mehr Hunger kriegen und chäfrig werden, rettet mich Silvan, unser Zivi. Er stellt mir ein neues Rechaud hin und ich kann das Fondue doch noch essen.
Bei der fünften Gabel entdecke ich, dass das verloren geglaubte Rechaud ja direkt vor meiner Nase steht - einfach verkehrt herum...