Samstag, 18. Juni 2016

Chronologie eines fantastischen Tages

Heute ist mein Tag! Ich spüre es! Das beginnt schon früh am Morgen beim Joggen. Endlich endlich regnet es nämlich mal nicht. Auch nach mehr als einer Woche Lauf-Stopp bin ich noch fit. Und das trotz des Muskelkaters, den ich der gestrigen Yoga-Lektion zu verdanken habe. Jaja, don't worry - auch diese Geschichte bekommt ihr bei Gelegenheit zu lesen.
Also: Joggen auf einer meiner Lieblings-Strecken. Dann duschen und ab zu meiner Lieblingscoiffeuse. Sie arbeitet neu direkt am See und ich geniesse das Rundumpaket mit Rundumblick. Es ist einfach fantastisch!
Ob's an der Aussicht liegt oder doch eher an meiner Innensicht? Jedenfalls lasse ich meine Haare schneiden - und so zwar so kurz wie schon lange nicht mehr. Und ja, ich bin nun auch nicht mehr blond - ich fühle mich wie neu geboren!
Offensichtlich gefällt's nicht nur mir. Als ich nämlich auf dem Heimweg einen Kollegen antreffe, erkennt er mich zuerst nicht und meint dann erstaunt: "Wow, was ist denn mit dir passiert? Du siehst ja viel besser aus!" Ha! Naja, könnte ich jetzt auch negativ auffassen. Aber tu ich nicht! Nice! Ich bin einfach nur voll im Flow und glückselig.
So geht's auch am Abend weiter. Ein Freund von mir spielt mit seiner Band. Ein super Konzert! Und ich treffe hier im Vario auf viele Leute, die ich schon sehr lange nicht mehr oder noch gar nie gesehen habe. Netterweise werde ich auch immer wieder auf ein Gläschen Wein eingeladen…
Den letzten Zug zurück nach Hause erwische ich im panischen Laufschritt. Am Bahnhof angekommen erhalte ich dann netterweise die Info, dass der Zug dank Verspätung erst in zehn Minuten losfährt. Okee, ruhe ich halt ein bisschen aus.
Ich erwache erst wieder, als der letzte Fahrgast mit seinem Rollköfferli neben mir durchmarschiert.
Aha - Endstation.
Jedenfalls für's erste. Bevor ich endgültig in mein Quartier einfahre, lerne ich noch gschnell zwei Wolfenschiesser kennen, die beide nicht mehr ganz taufrisch, doch immer noch sehr erfrischend sind. Und so erhalte ich um drei Uhr morgens eine kleine Lektion in Sachen Bergwandern, Höhenmeter und die Nebenwirkungen von übermässigem Alkohol-Konsum vor einem Berglauf.
Spannend spannend, was die zwei Herren - also eigentlich nur der eine, der andere setzt sich immer wieder ab für ein kleines Nickerchen - so alles wissen. Mit einer herzlichen Umarmung und den besten Wünschen für den kommenden Berglauf mache ich mich endlich endlich auf den Heimweg.
Dass ich erst um fünf ins Bett komme, hätte ich bei meiner ersten Verabschiedung von Freunden um Mitternacht auch nicht gedacht. Traurig bin ich deswegen keinesfalls. No no no!
I love my life!