Dienstag, 21. Juni 2016

Zum heutigen Welt-Yoga-Tag

Letzte Woche war ich zum ersten Mal im Yoga. Nicht etwa im Hatha Yoga, wie das für Anfängerinnen empfohlen wird, sondern im Power Yoga. Jaja Freunde, der Name ist Programm. Doch ich muss sagen, ich hab mich ganz wacker geschlagen. Hier ein kleiner Einblick in den Ablauf einer der intensivsten Stunden meines Lebens.
Ich setze mich zuhinterst in den Raum auf mein Mätteli. Im Schneidersitz und auf so einem schönen, bequemen, roten Yogakissen. Im Raum sind ungefähr 15 Leute, die das gleiche machen - zum Glück vor mir, so kann ich abschauen. Die Yoga-Lehrerin beginnt. Und zwar absolut nicht so, wie ich das erwartet hätte… Sie quasselt fast fünf Minuten von irgendwelchen Dingen, die im Körper passieren bei Yoga. Glaub ich jedenfalls. Sie spricht so schnell, dass ich fast nichts verstehe. Aber egal. Ich sitze in einem schönen Raum, im Schneidersitz und bin jetzt einfach mal hier.
Dann beginnt's. Die Lehrerin singt ein Mantra - oder wie man das nennt. Es tönt sehr schön. Wirklich sehr schön! Die Stimme und die Melodie gehen unter die Haut. So hab ich mir das schon eher vorgestellt. Und dann geht's los mit den Übungen. Wieder bin ich froh, dass ich in der hintersten Reihe bin und abgucken kann, was ich denn tun soll. Arme hochrecken, Hände vors Herz, Daumen nicht überkreuzen, linken Ellbogen zum rechten Knie, Bauchnabel nach oben drücken, beide Hände neben den linken Oberschenkel legen, Füsse in die Luft, Füsse hinter den Kopf legen, Kopf hängen lassen, Zehen in die Luft, rechten Nasenflügel zudrücken, Füsse fest in den Boden drücken, nach oben schauen, nach links drehen, rechtes Bein über das linke und dazu immer schön entspannt (ha!) atmen.
Jaja, schon klar, das ist natürlich nicht EINE Übung, sondern einfach ein paar Einblicke in diese für mich koordinativ sehr anstrengende Lektion. ABER, es macht Spass und ich finde es auch nicht dramatisch, dass ich mitten in einer "rechten Oberschenkel ablegen, linkes Bein nach hinten beugen, Zehen in die Luft strecken"-Übung nicht mehr weiss, in welche Richtung ich jetzt gucken muss. Etwas verloren sitze ich auf meinem Mätteli und mache mal Pause. Find ich auch nicht schlimm.
Das schönste ist der Schluss. Wir liegen alle auf dem Boden und entspannen. Es läuft schöne Musik und es ist wirklich sehr angenehm. Ich schlafe fast ein.
Danach gibt's feinen Tee.
Und etwas später zwei Glas Wein mit meiner Freundin S, die mich für diese Lektion eingeladen hat.
Ich glaube, ich gehe wieder hin.