Erinnert ihr euch noch an das mittlere Desaster beim Bewerbung absagen?
Nun, es geht zum Glück auch anders.
Das ging so:
Mein Telefon klingelt. Ich melde mich. Am anderen Ende ist die Leiterin des Betriebes, bei dem ich mich beworben habe. Sie fragt mich, ob ich mich erinnere…
Äh, ja, logo! Ist zwar schon ein Weilchen her, aber an die meisten Stellen kann ich mich also schon noch erinnern. Vor allem an diese, denn sie tönt wirklich super!
So.
Also.
Wir machen einen Termin für ein Gespräch ab.
Eine Woche später kreuze ich zur vereinbarten Zeit auf. Nach kurzer Wartezeit werde ich äusserst nett empfangen. Ich kann auswählen zwischen Kaffee, Espresso, Cappuccino, Tee, Wasser. Einen kurzen Augenblick bin ich nicht sicher, ob ich jetzt in einem Büro oder doch in einem Restaurant gelandet bin… Aber alles gut. Es ist ein Büro. Und zwar ein sehr schönes!
Wir setzen uns. Die Dame beginnt das Gespräch und bedankt sich als erstes, dass ich mir Zeit nehme.
Nice.
Dann erzählt sie ein bisschen von der Unternehmung.
Dann erzähle ich von mir.
Sie stellt Fragen. Ziemlich präzise Fragen. Etwas unangenehm sind sie auch. Sie bohrt, hakt nach und will es genau wissen. Immer sehr wertschätzend, offen, sympathisch und professionell. Mit so einer Person würde ich gerne zusammen arbeiten! Der Job hier ist jedoch nichts für mich. Das merken wir beide nach kurzer Zeit.
Mist.
Irgendwie.
Und irgendwie auch sehr gut.
Denn nun weiss ich wieder etwas mehr auf meinem Weg in meine neue berufliche Zukunft.
Das Gespräch beenden wir nach unserer Erkenntnis nicht einfach, sondern sprechen noch ein bisschen mehr über meine Stärken (das ist natürlich immer schön…) und in welche Richtung es gehen könnte.
Am Schluss ist mein Vorstellungsgespräch eher eine Beratung.
Eine interessante Wendung.
Nicht ganz einfach verdaulich.
Und sehr hilfreich.