Dienstag, 30. August 2016

Gross-Einkauf unter Beobachtung

Bald feiere ich ein kleines Fest bei mir zu Hause. Logisch, dass da auch ein kleiner Einkauf fällig ist. Alles mit dem Velo zu transportieren, wäre nicht so einfach. Damit mir nicht wieder das gleiche passiert, wie damals in Cuba, (hab gerade gesehen, dass ich da nicht alles erzählt habe... Vor lauter Bierdosen auf dem Gepäckträger, Reis und Rum in den Satteltaschen, "lüpft" es nämlich mein Velo wie den legendären Esel am Wagen) leihe ich von meiner Mama das Auto aus. Nice.
Und dann geht's los. Seit ewigen Zeiten habe ich einen Einkaufswagen nicht mehr so gefüllt wie heute Vormittag. Da tummeln sich Bierflaschen neben Essiggurken. Maiskörnli und Ananas-Scheiben schmiegen sich aneinander. Neben den Grissini liegen Trauben, Chips und Käse freunden sich gerade an und oben auf dem Ganzen thronen Kompost-Säckli. Okee, die haben mit dem Fest nix zu tun, aber die sind grad ausgegangen.
Item.
Da stehe ich also mit meinem prall gefüllten Wägeli vor der Kasse. Zwei Herren mit kleineren Einkäufen lasse ich vor. Dann fang ich an, mein Zeugs aufs Band zu packen. Hinter mir steht ebenfalls ein Herr, ebenfalls mit wenigen Einkäufen. Doch wenn ich jetzt alle vor lasse, wird das heute nix mehr. Wahrscheinlich wäre er gerne vor mir dran gewesen. Und ich glaube, mir wäre es auch lieber gewesen. Denn der Herr ist ein sehr aufmerksamer Zeitgenosse. Mit einem kritischen Blick in meinen Wagen meint er: "Momoll, Sie haben auch noch viel eingekauft."
Ääääh, ja...?! Ruhig bleiben, easy. Der meint es nicht böse. Der denkt nur nicht so schnell.
Als ich die Citro-Flaschen aufs Band lege, kommt der nächste Kommentar: "Aha, Panache machen Sie auch. Ich sehe alles." Ich darauf: "Wollen Sie auch an mein Fest kommen?" Er überlegt - zum Glück äbe nicht so schnell. So bleibt mir genug Zeit, um ihm mitzuteilen, dass das nicht ernst gemeint war.
Ich glaube, er ist tatsächlich ein wenig enttäuscht.
Jänu.