Ich bin unterwegs durch die Berge. Und ich entdecke ein neues Gefühl - die Langsamkeit! Wow! Es ist echt sehr entspannend, mit 40km/h unterwegs zu sein. Notabene nicht mit dem Velo, sondern mit dem Auto. Die Strasse hier und heute ist so kurvenreich, dass ich wirklich froh bin, nicht schneller fahren zu müssen, als mir wohl ist. Wobei, warum müsste ich das? Wer sagt mir das? Jaja,... ich weiss ich weiss, mein innerer Antreiber "sei schnell" lässt grüssen. Aber heute schlage ich ihm ein Schnippchen und ich geniesse die einsame Fahrt durch Berge und Wälder dem Meer entgegen. Wow! Ich wusste nicht, dass es so entspannend sein kann, mit dem Auto einfach nur ganz langsam rumzucruisen. Richtig schön ist das - ich bin begeistert! Und noch begeisterter bin ich, als ich per Zufall und ohne Navi (okeee, es gibt halt auch nur eine Strasse) unten am Meer ankomme. Es ist ein unbeschreiblich berührender Ort, den ich da entdecke. Das Meer ist auch da - und es ist noch viel viel schöner als vor einigen Tagen in Los Abrigos. Es berührt mich, wie das Wasser über die Felsen schwappt, sich an Klippen hochzieht, voller Lebenslust explodiert und in Millionen und Abermillionen von kleinen Schaumkrönchen wild und lebendig herumzischt. Ich könnte stundenlang zusehen, wie Wasser und Felsen in einem unendlichen Spiel gegeneinander kämpfen - oder miteinander spielen. Fast wirkt es, als würde das Wasser die Steine umschmeicheln, sie umhüllen, bezirzen mit seiner Sanftheit und sich zärtlich um sie legen. Und die Felsen liegen da und lassen sich umspülen, geniessen die Umhüllung und bleiben gelassen ob all der Lebendigkeit und Bewegung um sie herum.
Ach, es ist wunderschön, das Meer!