Sonntag, 7. April 2019

Das Leben ist endlich...

Im Dezember 2017 hab ich diese "Spitze Feder" geschrieben. Gestern habe ich sie wieder entdeckt und ich bin erschrocken. Denn: Trotz einem damaligen Aufbäumen meiner Lebenskräfte, joggen bei Minustemperaturen und viel Zuversicht, ist auch das Jahr 2018 mit einem Gefühl von "Alltag" zu Ende gegangen. Wie ist es möglich, dass ich zwei Jahre lang auf Sparflamme lebe? So doof! Das Leben ist endlich! Tu was! Ich tu was!

Hier mein Text:
Neulich gehört: „Das Leben ist endlich – leben wir endlich.“ Dieser Satz hat mich an eine meiner Spitzen Federn von vor drei Jahren erinnert. Damals ging mir an einer Beerdigung „Just do it!“ nicht mehr aus dem Kopf. Tu es einfach.
„Leben wir endlich“ stimmt mich nachdenklich. Pünktlich zum Jahresende lassen mich diese drei Worte mein Jahr Revue passieren. Habe ich „Just do it“ gelebt? Was habe ich auf später verschoben? Wo bin ich im Alltag versunken?
Ich bin überrascht, wie dieses Jahr gelaufen ist. Trotz einer Arbeit, die mich erfüllt, einer Beziehung, die mich glücklich macht, einer Familie, die mich hält, Freunden, die immer da sind, fühle ich nicht das pralle Leben. Nein, ich fühle einfach Alltag in mir. Wie konnte denn das passieren?! Was ist mit meinen Träumen passiert? Was mit meiner Inspiration? Was mit meinen verrückten Ideen?
Wie gut, dass ich in Paris ein Buch gefunden habe: „My Bucket Lists“. Eine Liste also mit Dingen, die ich unbedingt gemacht haben muss. Ich bin kein Fan von solchen „das muss ich unbedingt gemacht haben bevor ich sterbe“-Listen. Aber dieses Buch lag zur rechten Zeit vor meinen Augen und es inspiriert mich sehr. Es lässt mich träumen. Es lässt mich verrückte Dinge denken, es regt mich an und es macht, dass ich auch bei gefühlten minus 10 Grad Celsius und Eisregen joggen gehe. Es lässt mich lebendig fühlen. Und es lässt mich freudig auf ein erfülltes Jahresende und ein inspiriertes 2018 voraus schauen.


Ich lebe. Endlich. Inspiriert. Und wünscht allen Lesenden inspirierte Tage.