Für alle, die es vergessen haben: Ich arbeite an einer Rezeption. In einer Jugi.
So.
Die meisten Menschen verbinden ja eine Rezeption mit Ein- und Auschecken von Gästen. Und - man lese und staune - das ist auch tatsächlich meine Hauptbeschäftigung.
Ab und zu verkaufe ich ein Bier oder eine Flasche Wein. Das haben wir nämlich auch im Angebot. Jaja.
Vor einigen Tagen war eine nette Dame aus dem nördlichen Nachbarland an der Rezeption. Sie hat die beiden Biersorten studiert, den Wein gemustert. Sie hat ein wenig die Nase gerümpft (ich bin mir ziemlich sicher), mit den Augen gerollt (könnt ich mir auch eingebildet haben).
Und dann hat sie gefragt:
"Gibt es hier auch Cocktails?"
Nun bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich dem CEO meiner Firma mal vorschlagen sollte, gehörig Geld in die Finger zu nehmen und unsere Rezeption zu pimpen. So eine nette Bar mit netten Cocktails, wo sich am Abend dann ganz gediegen die Koreaner und Chinesen mit ihren Cocktails zuprosten und dabei ganz vergessen, dass sie ja eigentlich den WiFi-Code erfragen wollten.
Das wär doch was, oder? Und dann wäre ich nämlich auch nicht mehr die nette "Empfangsdame", wie es kürzlich ein netter Herr (übrigens ebenfalls aus dem nördlichen Nachbarland) in einer Rückmeldung geschrieben hat, dann wäre ich die nette "Bardame".
Tönt auch gut, was?