Donnerstag, 8. August 2019

Mein Velotraum

Neulich war ich mal wieder mit meinem Velo unterwegs. Also, so richtig, meine ich. Nicht bloss zur Arbeit und zurück. Sondern über die Furka.
Ab Brig.
Es war anstrengend.
Viele Kilometer lang anstrengend.
Und Kalt. Und mit viel zu viel Gepäck auf dem Velo.
Ich war nicht sicher, ob ich das schaffe.
Zweifel überkamen mich. Hab ich mir da zu viel zugetraut? Ich und Pässe fahren? Geht das noch?
Nun, um es kurz zu machen: Ich bin oben angekommen. Mit in die Luft gereckter Faust. Und dem Siegermantra auf den Lippen ("on va gagner").
Ich bin laaange nach oben gefahren. Der Verzweiflung nahe. Mit schweren Beinen, müdem Kopf, Zweifeln im Hirn. Dem Aufgeben nahe. In Ermangelung von Alternativen bin ich weiter gefahren. Und der Gedanke an den geschafften Klettersteig am Eggishorn zwei Tage vorher hat mich wissen lassen, dass ich viel mehr schaffe, als ich weiss.

Und so bin ich oben angekommen auf diesem Pass. Was für ein Gefühl!

Stolz. Kraft. Sicherheit. Pures Glück.

Die restlichen 60 Kilometer nach Attinghausen waren ein Kinderspiel. Der einsetzende Regen eine Wohltat.
Schon lange hatte ich mich nicht mehr so lebendig und glücklich gefühlt.
Ich liebe es, mein Velo.