Freitag, 22. Januar 2016

Das Problem an der Wurzel

Man soll ja bekanntlich das Leben nehmen wie es kommt. Den IST-Zustand akzeptieren und sich nicht dagegen wehren. Das hab ich mir vorgestern auch ganz intensiv gedacht.
Und das kam so:
Ohne böse Vorahnung machte ich mich auf zur Dental-Hygiene. Soll man ja schliesslich regelmässig machen, damit die Zähne immer schön artig ihre Dienste tun. Nun, was ganz normal begann, endete bei mir mit einer regelrechten Instrumenten-Schlacht auf dem Zahnarzt-Stuhl und einer Wurzelbehandlung à discrétion!
Es stellte sich nämlich heraus, dass ich nicht schmerzempfindliche Zähne habe (wie ich das seit zwei Jahren meine und immer brav mit einer speziellen Zahnpasta putze), sondern, dass sich unter einer alten Füllung fröhlich ein netter Karies in meine Zähne bohrte. So durfte ich nach der DH dann sofort ab auf den Zahnarztstuhl. Yeah, nice…
Dort machte sich die nette Zahnärztin begeistert daran, mit allerlei grossen und lauten Geräten die Nerven aus meinen Zähnen zu ziehen, zu staunen, wie gross das Loch schon war und wie "niedlich" (wortwörtlich!) meine Wurzeln seien. Dann machte sie sich daran, die nun leeren Nerven-Kanäle mit etwas neuem aufzufüllen und das ganze mit einem Flammenwerfer abzuhärten. So jedenfalls hat es sich angefühlt.
Madremia, was war ich froh, dass sie immer schön neues Betäubungsmittel in meinen Mund spritzte. So konnte ich den IST-Zustand meiner Zähne akzeptieren und mich meinem Schicksal mit offenem Mund ergeben.

Ich war dann doch recht froh, dass sich die Zahnärztin nicht mit einem Selfie neben meinem Riesenloch verewigt hat.