Donnerstag, 22. Juni 2017

Heiss am Gleis

Es macht den Anschein, als sei es den Zügen der SBB einfach zu heiss... Gestern Abend stand auf meinem eigentlichen Abfahrt-Gleis ein Zug, der nicht weg kam. Meiner fuhr dann irgendwo sonst. Leider kam keine Ansage, dass der irgendwo sonst fährt. Was für ein Glück, dass ich ein schlaues Kind bin...! So hab ich von ganz alleine getscheggt, dass der IR wohl kaum auf das gleiche Gleis fährt, auf dem schon die S-Bahn schon alles blockiert. Gut kombiniert, gell?
Jaja, man hat's oder man hat's eben nicht...
Nun, jedenfalls war ich rechtzeitig (SBB-App sei dank) auf meinem Perron und konnte mir im Zug sogar einen Sitzplatz ergattern. Und das, obwohl bereits zahlreiche Feriengäste aus einem östlichen Land, in dem es ganz oft Curry gibt, ihre Schrankkoffer bereits quer in die Landschaft gestellt hatten.

Und heute früh - ich nehme extra nicht den ersten Zug am Morgen, weil ich da jetzt zweimal hintereinander auf den gleichen Mann getroffen bin, (Vorsicht, kleiner Exkurs:) der soooo laut Musik hört, dass ich es drei Abteile weiter weg immer noch höre. Ich frage mich, warum er nicht gleich einen Ghettoblaster mitnimmt, dann würde man wenigstens alles hören und nicht nur die Nebengeräusche, die neben seiner Ohrmuschel heraus quillen. Ach wie schön war es früher, als noch nicht jeder Heini ein Handy hatte und sich mit mehr oder weniger schlechter Musik zudröhnen musste, damit er die Sorgen des Alltags aussenvorlassen kann... Jaja, früher war alles besser. (Exkurs Ende.)

So also, heute früh sitze ich also im Zug. In einer Komposition, von der ich gar nicht wusste, dass dieses Rollmaterial noch in Betrieb ist... Aber zur Abwechslung ist das auch ganz ok, Hauptsache ich komme bis Zürich. Und genau das ist das Problem. Der Zug soll 5.28 losfahren. Nichts geht. Um 5.33 werde ich ein bisschen unruhig. Keine Durchsage, nichts. Das mag ich nicht. Das gute daran: Es ist ein Zug, bei dem man das Fenster noch runtermachen kann. Also guck ich raus. Oder will zumindest, denn da hängt schon einer am Fenster und schaut nach, was los ist. Info an mich: Bremsenkontrolle...! Ohoh, wenn das mal gut kommt heute...!
Nun, mit nur 11 Minuten Verspätung rollen wir dann doch noch aus Luzern heraus. Wie gut, dass ich mein Velozeugs dabei habe. So kann ich immerhin am Abend den Zug auslassen. Oder einen Teil davon. Es sei denn, es sei auch mir zu heiss...