Freitag, 30. Juni 2017

Intoleranz

Neinneinnein! Ich bin einfach kein toleranter Mensch! Ich habe kein Verständnis für Menschen, die über ihre Kopfhörer so laut Musik hören, dass mir die Abfall-Geräusche penetrant in meine Ohren dringen. Auch nicht für Menschen, die im vollbesetzten Feierabend-Zug lauthals telefonieren und die Umwelt an ihren geschäftlichen Machenschaften teilhaben lassen. Und Salami-Sandwiches im Zug essen geht auch ganz und gar nicht!
Es geht manchmal sogar weit mit meiner Intoleranz, dass es mich nervt, wenn meine Arbeitskollegin im Büro einen Apfel isst. Oder Zwieback, das ist noch viel schlimmer! Vor allem, wenn ich gerne konzentriert arbeiten möchte! Bin ich denn hier im Hasenstall oder was?

Ich verstehe auch nicht, warum Menschen am Bahnhof genau dort stehen bleiben müssen, wo alle Menschen irgendwie durchkommen müssen. Oder warum man zum Zug aussteigt und dann einfach mal stehen bleibt. Oder warum man schon früh am Morgen rauchend vor mir - ja, genau, vor MIR - hergehen muss! Und ich dann mit einem halben Asthma-Anfall den Rauchschwaden ausweichen muss. Ganz übel finde ich auch die Velofahrer, die vor mir fahren und ihren Choder so rausspucken, dass ich hintendran nur mit Müh und Not ihrem Geifer entgehen kann! Hallo - gohts no?!

Da kommt mir mal wieder eine wunderbare Zeile aus einem Lied von Patent Ochsner in den Sinn: "Es wär mängs viel liechter, wenn sie so wär wie i".
Bloss, ob das gut rauskommen würde...

Mein Ziel für heute: Ich übe mich in Gelassenheit! Immerhin, das quängelnde Baby hier im Zug vertrage ich schon ganz gut und das Schinkensandwich vom Sitznachbar nehme ich kaum wahr - es gibt Hoffnung für mich!!