1. Februar 2016
Ein Ausflug steht bevor... Yeah! Ein Ausflug „a lo cubano“. Noch besser! Es gefällt mir, nicht auf Touristenwegen unterwegs zu sein, sondern eben wie Kubaner zu reisen. Auch wenn es mitunter recht unbequem ist. So auch heute. Aber es ist unbestritten ein Abenteuer!! Dabei muss ich zugeben, dass ich nicht alleine unterwegs bin. Ohne „Einheimischen-Hilfe“ käme ich wohl zur Zeit noch nicht ans Ziel. Aber ich bin fleissig am Lernen, so dass ich dann schon bald ohne „Stütz-Rädli“ alleine reisen kann.
Der Ausflug führt uns zuerst zur Camion-Station. Dann geht's mit einem mindestens 60-jährigen Camion nach Fierro. Ich habe Glück und kann einen Sitzplatz ergattern. Sowieso ist dieser Bus nicht ganz so voll wie sonst und die meisten Leute können sitzen. In Fierro steigen wir aus. Die Reise bis hierhin hat zwei Peso Cubano gekostet. 24 Peso Cubano ergeben 1 US-Dollar. Eine preiswerte Reisevariante. In Fierro wird es dann etwas abenteuerlicher. Hier geht es nämlich mit einem Rringingbilly weiter. Beschreiben kann ich das Teil nicht wirklich. Auf jeden Fall ist es ein Gefährt, das in Kuba zusammen gebastelt wurde.
Unter ohrenbetäubendem Lärm geht es nun mit diesem Gefährt ab in die Berge. Wer schon mal in Kuba war, weiss, dass die Strassen nicht unbedingt die besten sind... Ich bin froh, dass der Chauffeur gekonnt um jedes Loch herum kurvt. Auch wenn das bedeutet, dass ich dabei kräftig hin- und her gerüttelt werde. Nach gut zwanzig Minuten Knatter-Fahrt kommen wir im Rancho Mundito an. Das Ziel unseres Ausflugs. Und das ist nun wirklich „a lo cubano“. Ich bin ziemlich sicher, dass hier nur sehr wenig Ausländer hinkommen. Und ich verstehe auch, warum... Die Möglichkeiten sind dann doch recht begrenzt. Aber immerhin gibt's etwas zu Essen und Trinken.
Den Aufenthalt im Rancho ziehen wir nicht extra in die Länge. Nach kurzer Wartezeit kommt dann auch schon ein Rringingbilly vorbei. Es sitzen bereits zwei Leute drauf. Freudig klettere ich ebenfalls hinauf. Was ich leider erst beim Aufsteigen entdecke: Die zwei grossen Säcke am Boden enthalten nicht Getreide, sondern lebende Schweine. Die Fahrt hinunter ist dann nicht so toll. Es rüttelt noch viel mehr als vorher und das Gequietsche der Schweine übertönt sogar noch das Knattern des Motors. Die armen Tiere werden noch mehr durchgeschüttelt als ich. Es ist unüberseh- und riechbar: Die Schweine haben Schiss!
Ich entscheide mich, vorerst mal kein Schweinefleisch mehr zu essen.
