Mittwoch, 23. März 2016

Der begnadete Velomech

Dienstag, 22. März 2016

Das neue schöne Velo ist DIE Attraktion im Haus. Und meine neue Haarfarbe auch ein bisschen.
Damit mit dem Velo auch bald gefahren werden kann, soll es heute gefettet werden. Denn der Verkäufer in Havanna hat uns netterweise darauf hingewiesen, dass das noch nicht gemacht wurde.
Gemeinsam mit Y. mach ich mich auf den Weg zum Velomech. Zu meiner grossen Freude entpuppt sich dieser als äusserst genauer und sorgfältiger Velo-Liebhaber. Er widmet sich jedem Velo und auch deren Besitzen mit grosser Hingabe. Meinen Velotraum begutachtet er ebenfalls und findet das Velo fast so schön wie ich. Das freut mich natürlich. Fühlen sich Mütter so, wenn jemand ihr Baby schön findet? Gut möglich.
Aber anyway.
Das Fetten mit Hingabe dauert nicht nur fünf Minuten... Gut Ding will halt Weile haben. Und da ich zurück im „normalen“ Leben bin, spielt es ja auch keine Rolle, wie lange ich hier herum sitze.
Mit einem betriebsbereiten Velo radeln wir nach zwei Stunden nach Hause. Y. freut sich sehr über das neue Velo, sein erstes übrigens.
Und auch seine Schwester kann es kaum erwarten, damit herum zu fahren. Zum ersten Mal ist sie froh, dass sie noch etwas fürs Abendessen besorgen muss. Es ist ein prima Vorwand, um sich das Rad zu schnappen und damit zum Dorfladen zu düsen, respektive holpern...
Das Familien-Velo hält auch diesem Härte-Test stand, nimmt jeden Schlag mit Leichtigkeit und kommt unversehrt zu Hause an.
„Have fun – help people“ kommt mir in den Sinn. Und ich weiss jetzt, was ich davon halten soll. Die Freude über das Velo im Haus ist gross. Und das ist schön!