Mittwoch, 23. März 2016

Heimreise

Montag, 21. März 2016

Ojeoje, die Mojito-Qualitätskontolle hat ihre Spuren hinterlassen... Fast bin ich froh, dass wir heute wieder nach San Cristóbal reisen. Unsere Heimreise planen wir jedoch erst für den Nachmittag. Den Vormittag verbringen wir mit frühstücken und aufs Zmittag warten.
Um 13.00 Uhr soll uns dann Y.'s Onkel abholen und uns (und vor allem das nigelnage wunderschöne neue Velo) zur Puente 100 bringen. Von dort reisen wir dann im Camion – oder was immer auch kommen mag – weiter.
Nicht ganz unerwartet kommt der Onkel erst um 14.00 Uhr. In der Zwischenzeit hab ich Lust auf Glacé erhalten. Und wie es der Zufall will, gibt es die beste Coco-Glacé gleich hier um die Ecke. Zum Glück hat der Herr Onkel Zeit, um noch ein Glacé zu essen.
Gut, statt Glacé gibt's für ihn und Y. Bier. Für mich die grösste Portion Glacé, die ich je in meinem Leben gegessen habe. Aber mit grosser Wahrscheinlichkeit war das nicht zum letzten Mal... Glacé ist einfach einmalig!!!
Kurze Zeit später erreichen wir die Brücke 100 und steigen aus. Von hier starten die Camions in Richtung Pinar del Rio. Jedenfalls an gewöhnlichen Tagen. Denn heute ist kein gewöhnlicher Tag. Es ist der Tag, an dem Herr Obama in Havanna ist. Und aus diesem Grund wird die Zufahrt zu Havanna gesperrt.
Das ist unglücklich.
Fast ein bisschen doof.
Nach einer guten halben Stunde hält dann doch noch ein Camion. Der will jedoch das Velo nicht mitnehmen. Also lassen wir ihn ziehen und hoffen auf eine andere Möglichkeit.
Kurz darauf versiegt der Verkehr.
Weit und breit ist kein Auto, kein Motorrad, nicht mal ein Velo zu sehen. Die steife Brise, die uns ins Gesicht schlägt, macht die Situation nicht gerade glücklicher.
Dann hören wir Sirenen-Geheul.
Dann taucht auf der Brücke ein Polizei-Töff auf.
Dann noch einer und noch einer und dann ein ganzer Konvoi schwarzer, grosser, ebenfalls nigelnager Autos. So nah war ich dem Herrn Obama noch nie. Denn das muss er gewesen sein! Oder zumindest irgend ein anderer hoher Amtsträger.
Mit dem in weiter Ferne verschwindenden Tross setzt dann zum Glück auch wieder der Verkehr ein. Ob für länger oder nur kurze Zeit weiss ich nicht. Und es ist mir auch egal. Denn eine wunderbare Fügung schickt uns einen Zuckerrohr-Lastwagen vorbei, dessen Chauffeur ein Bekannter von Y. Ist und auf dem Heimweg nach San Cristóbal ist. So komme ich in den Genuss, in der Fahrerkabine zu reisen. Y. beschützt sein Fahrrad hinten auf dem Anhänger und steigt nach knapp zwei Stunden durchgefroren und erledigt aus.
Dem Velo geht es gut.