Freitag, 22. April 2016
Rund fünfzehn Personen haben wir für heute Abend eingeladen. Die Vorbereitungen beginnen schon am Morgen. Y.'s Mutter geht heute nicht arbeiten, damit sie genügend Zeit hat, um alles so zu machen, wie sie es gut findet. Als ich um halb neun aus dem Bett steige, hat sie schon ein halbes Kilo Knoblauch gerüstet. Okeoke, wieder mal eine kleine Übertreibung. Aber es ist wirklich viel Knoblauch, der da auf dem Tisch liegt.
Den ganzen Vor- und Nachmittag verbringen also Y.'s Mutter und Schwester damit, das Essen vorzubereiten. Der Cousin ist auch gekommen. Er hat die Musikanlage gebracht und hilft nun beim Yuca rüsten. Ich rüste die Malanga für die Chips. Das kann ich gut. Und ich rüste die Bohnen für den Bohnensalat. Das kann ich auch gut. Zwischendurch koche ich Kaffee für die „Belegschaft“. Viel mehr kann ich nicht tun. Meine Art zu kochen, ist halt schon sehr anders. Ich kann auch nicht so gut mit der Machete umgehen und meine Malanga-Stückli werden immer zu dick für Chips. Das macht mir nicht so viel aus. Irgendwie läuft mir eh grad zu viel. Zum Glück kommt mir in den Sinn, dass ich ja noch Teller besorgen wollte. Das ist ein guter Grund, um mich zu verdrücken.
Ab fünf kommen dann die ersten Gäste. Und es wird ein fantastischer und unvergesslicher Abend! Essen, trinken, tanzen, lachen, feiern – was für eine einmalige Art, ein Fest zu feiern! Innert kürzester Zeit sind die ersten beiden Liter Rum weg. Für den dritten Liter dauert es dann etwas länger. Denn nun haben die Gäste das Bier entdeckt. Es schmeckt ihnen so gut, dass sie gar keinen Rum mehr trinken mögen. Sehr zum Leidwesen von Y. Er hätte gerne noch ein paar Büchsen Bier für sich gespart. Seine Reaktion ist schnell und so landen die letzten acht Bucanero nicht in der Kühlbox sondern gut versteckt unter dem Bett.
Ein weiteres Highlight an diesem Abend ist neben einer grossartigen (...!) Tanzeinlage meinerseits und des siebzig jährigen Onkels der Kuchen. Er ist nicht übertrieben zwanzig Zentimeter hoch und mit einer dicken Buttercrème überzogen. Ich darf ihn anschneiden, umringt von allen Gästen und fotografisch festgehalten für die Ewigkeit.
Und noch einmal: Es ist ein fantastischer und unvergesslicher Abend voller Lebensfreude!
Pura Vida!


