Montag, 18. April bis Donnerstag, 21. April 2016
Die letzten paar Tage hier in Kuba verbringe ich zu einem grossen Teil mit Einkaufen und allerlei Zeugs erledigen. Einerseits will ich nämlich noch einige Mitbringsel für meine Familie und Freunde in der Schweiz besorgen. Andererseits ist für Freitag ein Abschiedsfest geplant, für das allerlei zu besorgen ist. Und dann bringe ich noch meine Schuhe zum Schuhmacher und ein Kleid zum Ändern zur Näherin (die praktischerweise auch noch grad meine Nachbarin ist).
Nun, die Sachen für Familie und Freunde finde ich bis zum Donnerstag alle. Endlich habe ich auch Kaffee in Bohnen (und nicht gemahlen) gefunden und ein Kleid, das meiner Freundin C. gefallen wird (denk ich zumindest).
Die Schuhe werden fachgerecht geflickt und wieder zusammengenäht. Nun kann ich wieder spazieren, ohne links und rechts aus den Schuhen zu flutschen, was dem Gang bestimmt eine wesentlich elegantere Note verleihen wird.
Mein Kleid wird gekürzt und abgenäht. Leider rund fünf Zentimeter kürzer, als ich der Näherin markiert habe. Und ich habe also schon recht kurz markiert... Zum Glück hat sie von Hand genäht und genügend Stoff übrig gelassen. So kann ich dann in der Schweiz jemanden suchen, der mir das mit einer Overlock schön auf meine Wunschlänge abnäht.
Am meisten gefällt mir der Einkauf für unser Fest am Freitag. Bevor wir jemanden einladen, suchen wir zuerst mal Poulet. Erst nachdem wir erfolgreich vier Säcke Poulet gekauft und im Gefrierfach verstaut haben, teilen wir mit, dass es ein Fest geben wird. Hätte ja nämlich auch sein können, dass bis zum Freitag kein Poulet mehr eintrifft und dann wäre es schon etwas doof gewesen, ein Vegi-Menü aufzutischen.
Aber äbe, wir finden Poulet. Und Rum, Reis, Bier, Wurst, Bohnen, Gläser, Tomaten, Gurken, Essig, Comino, Refresco, ja sogar einen Kuchen bestellen wir fürs Dessert. Jetzt fehlen nur noch Teller. Die suche ich dann am Freitag. Ich hab nämlich in einem Geschäft ganz viele gesehen und die werden nicht so schnell weg sein. Mein Velo inklusive Satteltaschen eignet sich hervorragend zum Einkaufen! Zum ersten Mal fahre ich mit soviel Gewicht, dass ich in jeder Kurve unsicher bin, ob ich sie kriege oder doch noch hinfalle. Aber es kommt gut und ich fahre fast bis ganz nach Hause. Die letzten 20 Meter schiebe ich dann vorsichtshalber – die Löcher und Steine sind einfach zu gross.